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功夫茶 Gōngfūchá 工夫茶

Updated: Apr 14



Tee vereint Einfachheit und Komplexität. Der südchinesische Ansatz von Gōngfūchá (die chinesischen Zeichen sind 工夫茶 oder 功夫茶, je nach Kontext und gedanklicher Ausrichtung zwischen Methode, körperlichen Fähigkeiten und Geisteshaltung) ist ein schönes Beispiel. Das scheinbar simple Ausgießen von Oolongtee aus kleinen Kannen in drei Porzellanschalen ist methodologisch in vielen Details genauestens definiert.

Das Wasser wird in einem Tonkesselchen über Kohle erhitzt, die Zishakanne ruht auf einem Teller und das Ziel ist es, drei Schälchen mit ausgewogener, geschmacklich und aromatisch dichter und im besten Fall unvergesslicher (Tee-)Suppe zu füllen. Ein Anspruch der lange Kultivierung auf vielen Ebenen erfordert und dessen Auswirkungen in einem selbst als Person nachwirken, ebenso wie das Aroma und der Geschmack des Tees an sich im Hals nachwirkt.



Tea unites simplicity with complexity. Next to Japanese Chanoyu, the southern Chinese method of Gōngfūchá (the hànzì are 工夫茶 or 功夫茶, depending on the philosophical or technical approach one sees in it) is a classic example for this lovely oxymoron of complex simplicity.

The seemingly easy procedure of decanting Oolong tea into (exactly) three porcelain cups is extremely plain, yet very much predetermined in every individual step. How is the water heated (in a small clay kettle)? How do the leaves enter the pot? How is the water is poured? How are the cups arranged? How do we appreciate? The goal is an intense, clear, unforgettable fragrance and taste, which lingers beautifully in the throat... and in the mind.




Das heimliche Herzstück von 工夫茶 ist nicht so sehr die Kanne, sondern der Teller unter ihr (hucheng). Oft benutzt man kostbare Antiquitäten, oder wie in diesem Fall zwei moderne, hierfür gemachte Objekte von Laetitia Pineda und David Louveau.


The secret heartbeat of 功夫茶 is not the pot, but the plate under it (hucheng). We often use precious old pieces. Or in the case of this session by modern artists: two magnificent plates by the French masters Laetitia Pineda and David Louveau.





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